Über Dr. Berg

Wie ich zur Ernährungsberatung kam

Tierarzt wurde ich aus Liebe zu Tieren - und zu meiner Hündin Leia

Ich war neunzehn Jahre alt, leistete gerade meinen Zivildienst ab und war der Meinung, dass ein Hund mein Leben begleiten sollte. In der Zeitung fand ich eine Anzeige, dass ein Wurf Rottweilerwelpen ein zu Hause suchte. Ich fuhr hin und verlor mein Herz an ein kleines, schüchternes Hundemädchen, das mich die folgenden dreizehneinhalb Jahre durch alle Höhen und Tiefen des Lebens begleitete: Leia! Das Leben mit ihr beeinflusste mich sehr, sie lehrte mich Verantwortung zu übernehmen und bedingungslos zu lieben. Aus mir wäre ein anderer Mensch geworden, wenn es sie nicht gegeben hätte. Und sie ist auch der Grund, warum ich Tierarzt geworden bin. Ich fühle mich wohl, wenn ich Tiere um mich habe und wenn ich als Tierfreund unter Tierfreunden meine Fähigkeiten einsetzen kann.

 

Die richtige Ernährung kann Wunder bewirken

Ende 2009 war Leia bereits eine ältere Dame. Glücklicherweise war sie bis dahin - abgesehen von kleinen Wehwehchen -  immer gesund geblieben. Auf einmal ging es ihr aber schlecht, sie fraß kaum noch und hatte Probleme mit der Verdauung. Durch eine Ultraschalluntersuchung wurde bei ihr ein bösartiger Darmtumor diagnostiziert, der in einer schwierigen Operation zusammen mit einem großen Stück Darm entfernt wurde. Leia überlebte und bekam anschließend Chemotherapie. Obwohl viele Kollegen skeptisch waren und nur mit einer Überlebenszeit von wenigen Monaten rechneten, erholte sich Leia sehr gut. Schon nach wenigen Wochen spielte sie wie früher mit anderen Hunden und trug ihre Stöcke spazieren. Um uns noch eine möglichst lange gemeinsame Zeit zu ermöglichen recherchierte ich viel über die spezielle Ernährung bei Tumoren und stellte ihre Fütterung komplett um. Statt der prognostizierten wenigen Monate lebte sie noch über zwei Jahre ohne Beschwerden. Sie starb mit fast vierzehn Jahren in meinen Armen, an etwas völlig anderem. Der Tumor war nicht wieder gewachsen.

 

Viele Krankheiten sind durch die Ernährung beeinflussbar

Bereits während meines Tiermedizinstudiums und der darauf folgenden Tätigkeiten in renommierten Tierkliniken befasste ich mich hauptsächlich mit Innerer Medizin und spezieller Diätetik, d. h. mit Krankheiten wie beispielsweise Durchfall, Allergien oder Diabetes mellitus, deren Auswirkungen auf den Organismus und einer darauf zugeschnittenen Ernährung. Denn: viele Krankheiten können durch eine angepasste Fütterung beeinflusst werden, andere wiederum werden durch eine falsche Ernährung erst hervorgerufen oder verschlimmert. Die adäquate Fütterung im Krankheitsfall gehört zu einer umfassenden Therapie dazu und unterstützt die medikamentelle Behandlung - manchmal kann sie diese sogar ersetzen. Wenn ein Tier krank ist lohnt es sich fast immer, sich zu einer auf die speziellen Ernährungsbedürfnisse angepassten Fütterung beraten zu lassen. Mehr dazu auch hier.

 

Vorbeugen ist besser als Heilen

Generell gilt: vorbeugen ist besser als Heilen! Im Hinblick auf ernährungsbedingte Krankheiten ist dies auch gar nicht so schwer. Lieber restriktiver füttern, aber dafür ein Futter mit einer hochwertigen Qualität, das zu den Bedürfnissen des individuellen Tieres passt. Die Bandbreite an hochwertigen Futtern ist groß, angefangen von kommerziellen Trocken- und Nassfuttern bis hin zu selbstgekochten Rationen und BARF. Wer gut informiert ist, kann ein optimales Futter für sein Tier heraussuchen. Lassen Sie sich dabei von mir unterstützen!