Ernährungsberatung für Ihr Tier

Welpen und Jungtiere

Beratung bei Welpen und Jungtieren - die wichtige Phase im ersten Lebensjahr

Als Welpen bezeichnet man die Nachkommen von Hunden und Katzen in den ersten drei Lebensmonaten. Hundewelpen werden in den ersten sechs bis acht Lebenswochen von der Mutter gesäugt. Bereits mit ungefähr drei Wochen beginnen sie aber schon sich für festes Futter zu interessieren und sollten dann zugefüttert werden. Nach dem Absetzen können Sie die Kleinen an neue Besitzer abgeben - nach der Tierschutzhundeverordnung aber frühestens mit acht Wochen. Katzenwelpen sollten Sie für diese Phase mindestens zehn Wochen Zeit lassen. Manche Züchter werden Ihnen die Tiere aber auch erst deutlich später überlassen.

Im Alter zwischen drei und zwölf Monaten werden Hunde und Katzen als Jungtiere bezeichnet. Diese Abgrenzung zum erwachsenen Tier ist sinnvoll, da Welpen und Jungtiere einen anderen Nährstoff- und Energiebedarf haben; das gilt insbesondere für Hunde. Im ersten Jahr wird der Grundstein gelegt für das weitere Leben: Die Fütterungsfehler, die Sie jetzt begehen, können zu Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen bei Ihrem neuen Mitbewohner führen. Daher möchte ich hier einige Punkte ansprechen, auf die es bei der Fütterung im ersten Lebensjahr ankommt.

 

Das optimale Gewicht mit einer Wachstumskurve kontrollieren

Jeder möchte, dass sich der eigene Welpe optimal entwickelt. Dazu gehört insbesondere auch der Aufbau gesunder Knochen und Gelenke. Damit sich das Skelett richtig entwickeln kann, braucht der Körper ausreichend Zeit und genug Nährstoffe. Steht ihm zuviel Energie zur Verfügung, z. B. weil das Tier zuviel Futter bekommt, wird der Welpe häufig nicht etwa dick (wie das bei einem erwachsenen Tier der Fall wäre), sondern es wächst in die Höhe. Die wachsenden Knochen und Knorpel müssen dann sehr viel Gewicht tragen und der Körper regt die Knochen an, schneller zu wachsen - leider auf Kosten der Substanz. Das bedeutet, dass die Knochen weniger mineralsiert werden und dadurch weniger stabil sind. Gravierende Folgen können Fehlbildungen des Skeletts sein, die zu Lahmheiten und Schmerzen führen und die das Tier meist ein Leben lang begleiten. Häufige Krankheiten sind: HD (Hüftgelenksdysplasie), OCD (Osteochondrosis dissecans) = Defekt der Knorpelschicht an einem Gelenk, ED (Ellbogendysplasie).

Aber nicht nur zu viel Futter kann krank machen. Auch zu wenig Futter ist schlecht für die Entwicklung, weil möglicherweise wichtige Nährstoffe nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden können. Da man die optimale Gewichtsentwicklung des Welpen nur schlecht über den optischen Ernährungszustand kontrollieren kann, kann eine Wachstumskurve ein gutes Hilfsmittel sein, die Futtermenge des Welpen individuell anzupassen. Eine von mir erstellte Wachstumskurve ist individuell auf Ihr Tiers abgestimmt und zeigt den durchschnittlichen Verlauf der Gewichtsentwicklung im Zeitraum eines Jahres (aufgeteilt in 52 Wochen). Sie können jede Woche das aktuelle Gewicht Ihres Tiers eintragen und sehen wie sich das Gewicht im Vergleich zur Idealkurve entwickelt. So haben Sie die Möglichkeit, die von Ihnen gefütterte Menge an den Energiebedarf Ihres Tiers anzupassen. Im folgenden sehen Sie eine solche Wachstumskurve abgebildet:


 

Auch die Inhalte des Futters sind wichtig

Neben der optimalen Futtermenge sind weitere Faktoren zur gesunden Entwicklung Ihres Welpen essentiell. Dazu gehören auch die Gehalte an Calcium und Phosphor sowie das Calcium-Phosphor-Verhältnis, bei dessen Nichtbeachtung man Skeletterkrankungen bei jungen Tieren auslösen kann (speziell Junghunde großer Rassen). Man unterscheidet zwischen einer Überversorgung und einer Unterversorgung.

  • Eine Calcium-Überversorgung entsteht meistens, wenn zu einem Alleinfutter zusätzlich ein Ergänzungsfutter gefüttert wird, z. B. ein Mineralfutter, Eierschalen oder Knochen. Im Handel gibt es unzählige Präparate, die suggerieren, dass sie sich vorbeugend positiv auf das Skelett auswirken - leider ist oftmals genau das Gegenteil der Fall, wenn dadurch eine Überversorgung mit Calcium entsteht. Ein Mineralfutter sollte - insbesondere bei wachsenden Tieren - nur in Rücksprache mit einem Tierarzt verfüttert werden.
  • Ein Calcium-Mangel führt zu einer unzureichenden Mineralisation des Knochens und damit zu Instabilität. Meistens ist eine selbst zusammmengestellte Ration durch den Tierbesitzer ursächlich - mehr als die Hälfte der so gefütterten Tiere ist falsch versorgt! Bei selbst zusammengestellten Rationen ist eine Gabe von Mineralfutter in der Regel unerlässlich, allerdings sollte die Ration berechnet worden sein, damit es nicht wieder zu einer Überversorgung kommt.
  • Eine Phosphor-Überversorgung mit gleichzeitiger Calcium-Unterversorgung führt dazu, dass die Nebenschilddrüse stimuliert wird. Die Folge ist, dass der Körper Calcium aus dem Knochen löst - wieder werden die Knochen instabil.
  • Phosphor-Mangel führt zu Schäden an Sehnen und Bändern.

 

Handaufzucht

Anfangs besteht die Ernährung von Welpen aus Muttermilch, in seltenen Fällen (z. B. weil die Mutter krank oder gestorben ist) müssen Hunde- und Katzenwelpen per Hand aufgezogen werden und benötigen dann einen Milchersatz.
Sollten Sie in der misslichen Situation sein, Welpen so aufziehen zu müssen, kann ich Ihnen bei einer Rationsgestaltung behilflich sein oder sie beim Kauf eines kommerziellen Milchersatzes beraten. Auch die richtige Fütterungstechnik bekommen wir zusammen hin. Bitte verwenden sie auf keinen Fall Babynahrung für Menschenbabys oder Milchaustauscher für andere Tierarten, da die Nährstoffgehalte genau stimmen müssen, damit die Aufzucht klappt und die Welpen alles bekommen, was sie zur Entwicklung brauchen.

 

Ich biete Ihnen an:

  1. Wachstumskurve: Welpen werden oft nicht übergewichtig, wenn sie zu viel Futter bekommen, sondern wachsen zu schnell in die Höhe. Dadurch kann es zu Entwicklungsstörungen kommen. Eine individuell für Sie erstellte Wachstumskurve zeigt die durchschnittlichen Gewichtsentwicklung Ihres Welpen im ersten Jahr, so dass Sie eine objektive Kontrollmöglichkeit an der Hand haben. 
  2. Futtercheck: Sie füttern Ihren Welpen oder Ihr Jungtier unter zwölf Monaten bereits mit einem bestimmten Fertigfutter und möchten wissen, ob das Futter alles enthält was Ihr Tier braucht? Sie möchten wissen, wie das Futter hinsichtlich der Qualitiät zu sehen ist? Ich überprüfe Ihr Futter im Hinblick auf die Bedarfszahlen Ihres Tiers, sehe mir die Inhaltsstoffe genau an und übermittle Ihnen mein ausführliches Fazit dazu. Zudem schlage ich Ihnen bei Bedarf Alternativen zu Ihrem Futter vor - nach Ihren Vorlieben und innerhalb Ihres Futterbudgets.
  3. Rationsüberprüfung: Sie füttern Ihren Welpen oder Ihr Jungtier gleichzeitig mit zwei verschiedenen Fertigfuttern (z. B. Alleinfuttermittel und Ergänzungsfuttermittel)? Sie mischen Ihr Fertigfutter mit anderen Nahrungsmitteln? Sie kochen für Ihr Tier selbst oder füttern es roh (BARF)? Ich überprüfe Ihre Ration und teile Ihnen mit, ob das Futter alle notwendigen Stoffe in den richtigen Mengen enthält und mache bei Bedarf Verbesserungsvorschläge.
  4. Rationsgestaltung: Sie möchten oder müssen für Ihr Tier selber kochen, vielleicht Fertigfutter zumischen oder es Barfen? Ich stelle Ihnen eine individuelle Ration zusammen, die genau an die Bedürfnisse Ihres Tieres angepasst ist und gebe Ihnen einen individuellen Ernährungsplan an die Hand.
  5. Rationsgestaltung Handaufzucht: Sie müssen Welpen mit der Flasche großziehen und wollen den Milchersatz selber mischen? Ich gebe Ihnen ein genaues Rezept an die Hand und erkläre Ihnen die Fütterungstechnik.

Über Dr. Berg

Dr. Gregor Berg ist Tierarzt und Futtermittelexperte mit jahrelanger Erfahrung in der Kleintiermedizin und Ernährungsberatung sowie in der Produktionshygiene und Lebensmittelüberwachung. Er führt regelmäßig Herstellerkontrollen, Futteranalysen und -bewertungen durch und berät seine Kunden rund um Tierernährung. Mehr erfahren

Kontakt

Tierarztpraxis Dr. Gregor Berg
Am Schafberg 2
93486 Runding

Fon: 09944/3076141
Fax: 09944/3076143
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