Ernährungsberatung für Ihr Tier

Kranke Tiere

Beratung zur Fütterung kranker Tiere

Genau wie wir Menschen, können auch Tiere an den verschiedensten Krankheiten leiden. Manche davon sind hausgemacht, d. h. durch falsche Haltungsbedingungen oder ungeeignete Fütterung hervorgerufen. Diese Erkrankungen lassen sich durch eine Umstellung von Haltung oder Fütterung verbessern und häufig auch rückgängig machen. Andere Krankheiten entstehen dagegen wie aus heiterem Himmel. Häufig kann man durch eine Umstellung der Fütterung das Fortschreiten dieser Krankheiten in Schach halten, die Symptome positiv beeinflussen oder auch die medikamentelle Therapie unterstützen. Aus diesem Grund lohnt sich bei einem kranken Tier fast immer die Frage nach einer Ernährungsanpassung, die das Leben des Vierbeiners verbessern und vielleicht sogar verlängern kann.

Übergewicht (Adipositas)

Übergewicht ist die häufigste ernährungsbedingte Störung beim Haustier und in den allermeisten Fällen durch Überfütterung zustande gekommen. Selten liegen organische Ursachen zugrunde. Besonders kastrierte Tiere, egal ob männlich oder weiblich, sind häufig zu dick. Dies liegt zum einen daran, dass sich der Stoffwechsel nach der Hormonumstellung verlangsamt, zum anderen, dass kastrierte Tiere oft eine Verhaltensänderung durchmachen und "gemütlicher" werden, d. h. sich weniger bewegen. Wenn dann die tägliche Energieaufnahme (Futtermenge) nicht angepasst wird, entsteht schnell Übergewicht. Aber auch unkastrierte Tiere sind nicht vor Übergewicht gefeit, da sich die einzelnen Tiere zum Teil erheblich in ihrer Aktivität und somit im Energieverbrauch unterscheiden.

 

Ursachen für Übergewicht:

  • zu große Futtermengen
  • zu energiereiches Futter
  • zusätzliche Gaben von Futter zur normalen Ration (z. B. Hüttenkäse über das Futter geben, um den Geschmack zu verbessern oder die Akzeptanz zu erhöhen)
  • zu viele (oft kalorienreiche) Leckerlis, ohne die tägliche Futtermenge zu reduzieren

 

mögliche Folgen:

  • Diabetes mellitus (v. a. Typ II)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schäden des Bewegungsapparats (z. B. Gelenkprobleme)

 

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Diabetes mellitus kommt relativ häufig bei Tieren vor. Oft sind die Tiere übergewichtig, so dass eine Gewichtsreduktion angestrebt werden sollte. Ein speziell auf die Anforderungen abgestimmtes Futter und eine konstante Fütterungspraxis können helfen, dem Tier das Leben zu verlängern und mögliche Folgeerkrankungen zu verhindern (beispielsweise Nierenschäden oder Augenkrankheiten).

 

Nierenerkrankungen

Nierenerkrankungen, allen voran die chronische Niereninsuffizienz, beeinträchtigen den Körper sehr und sind in der Regel nicht heibar. Die Nieren filtern Stoffe aus dem Blut, die der Körper noch brauchen kann und lässt im Gegenzug unbrauchbare Partikel nach draußen. Wenn die Nieren nicht mehr richtig arbeiten dann werden z. B. auch für den Körper wertvolle Proteine in den Harn gelassen, andererseits werden Abbauprodukte wie Harnstoff nicht mehr in ausreichender Menge entsorgt. Diese Beeinträchtigung des Stoffwechsels kann schwerwiegende Auswirkungen haben und Folgeerkrankungen nach sich ziehen (z. B. Bluthochdruck, Magengeschwüre u. a.). Viele Tiere fühlen sich schlecht. Durch eine Umstellung der Ernährung kann das Fortschreiten einer Niereninsuffizienz häufig verlangsamt und die Symptome abgeschwächt werden.

 

Harnsteine und Harngrieß

Harngrieß oder Harnsteine kommen bei Hund und Katzen vor und können auch durch die Nahrung hervorgerufen worden sein. Die Therapie bzw. die Prophylaxe beinhaltet deswegen fast immer eine Umstellung der Fütterung. Durch eine Analyse des Harn kann genau bestimmt werden, aus welchem Material Grieß und Steine bestehen. Die beiden wichtigsten Steinarten bei Hund und Katze sind Struvit (aus Magnesium, Proteinen und Phosphat) und Calciumoxalat (aus Calcium und Oxalsäure). Die Kenntnis, um welche Steine es sich handelt, ist wichtig, da sie bei unterschiedlichen pH-Werten im Harn entstehen. Eine inadäquate Futterumstellung kann daher genau das Gegenteil bewirken und die Erkrankung verschlimmern.

 

Magen- und Darmbeschwerden

Magen-Darm-Beschwerden, beispielsweise Durchfall, Erbrechen, Blähungen oder Verstopfung, können durch die Fütterung hervorgerufen oder zumindest verstärkt werden. Gründe dafür können sein, dass das Futter nicht vertragen wird, z. B. weil es zu kohlenhydratreich, zu fettreich oder hygienisch nicht einwandfrei ist. Auch ein unpassender Rohfasergehalt kann Darmsymptome hervorrufen. Des Weiteren gibt es eine Reihe von Erkrankungen, die sich auf den Verdauungstrakt auswirken können. Beispiele hierfür wären: Magenschleimhautentzündung, akuter Durchfall (z. B. durch eine Infektion hervorgerufen), chronische Darmentzündungen (z. B. IBD), Fehlbesiedelungen des Darms u. a. Eine angepasste Fütterung sowie ein adäquates Fütterungsmanagement können die Beschwerden lindern und verhindern, dass sich die Symptome verschlimmern.

 

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Akute Bauchspeicheldrüsenentzündungen sind gerade bei Hunden relativ häufig. Um zu verhindern, dass die Erkrankung chronisch wird, ist eine spezielle Fütterung während des Krankheitsverlaufes sehr wichtig. Bei bereits chronisch erkrankten Patienten ist eine Ernährungsumstellung unumgänglich.

 

Lebererkrankungen

Wenn die Leber aus krankheitsbedingten Gründen nicht richtig arbeitet, fehlen dem Körper Energie und wichtige Nährstoffe, die normalerweise in der Leber verstoffwechselt werden. Gleichzeitig können sich auch giftige Abbauprodukte im Körper anreichern. Eine angepasste Rationsgestaltung - je nach Krankheitsbild - ist enorm wichtig.

 

Hauterkrankungen und Futtermittelallergie

Ein Mangel an bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sowie Fett- und Aminosäuren kann Haut- und Fellgesundheit beeinträchtigen. Symptome sind oft glanzlose Haare, Schuppen, Hautentzündungen und viele mehr. Eine wichtige Rolle spielen hier die bekannten Omega-3-Fettsäuren und deren Verhältnis zu anderen ungesättigten Fettsäuren. Wenn Besitzer eine Ration für ihr Tier selber zusammenstellen, und nicht profesionell berechnen lassen, kann manchmal ein Mangel an bestimmten Nährstoffen entstehen, der sich auf der Haut oder im Fell äußern kann.

Eine Futtermittelallergie äußert sich beim Tier vor allem auf der Haut, wobei Juckreiz das Hauptsymptom darstellt. Manchmal reagiert aber auch der Verdauungstrakt, z. B. wird dem Tier schlecht (es speichelt und erbricht evtl.) oder es bekommt Durchfall. Wenn eine Futtermittelallergie im Raum steht oder bereits diagnostiziert wurde, braucht das Tier eine individuelle Ration, entweder ein kommerzielles oder selbst zusammengestelltes Futter. Zur Diagnostik der Allergie ist eine Ausschlussdiät das Mittel der Wahl. Welches Futter hierfür geeignet ist oder welche Rohstoffe sie besser nicht füttern sollten, dabei kann ich Ihnen behilflich sein.

 

Herzerkrankungen

Bei bestimmten Herzerkrankungen (z. B. Herzinsuffizienz) kann eine Futterumstellung neben einer medikamentösen Therapie begleitend positiv wirken. Um den Herzmuskel zu stärken müssen bestimmte Mineralstoffe reduziert und andere erhöht werden. Auch sollte die Vitaminzufuhr neu bestimmt werden.

 

Tumorerkrankungen

Tumoren kommen gerade bei älteren Tieren häufig vor. Mit speziell konzipiertem Futter kann manchmal erreicht werden, dass der Tumor langsamer wächst, weil ihm die Energiequellen entzogen werden. Begleitend zur Therapie ist dies eine Möglichkeit das Leben des Tieres zu verlängern. Lesen Sie dazu auch hier weiter.

 

Ich biete Ihnen an:

  1. Bestandsaufnahme des Gesundheitsstatus und abgestimmter Ernährungsplan: Sie haben eine Katze mit Nierenproblemen? Einen Hund mit chronischem Durchfall? Blutbild, Organprofil oder Urinstatus sind vorhanden? Ich sehe mir gerne Ihre Unterlagen an, berate Sie ausführlich zu den Erkrankungen Ihres Tiers und erarbeite einen individuellen Ernährungsplan.
  2. Futtercheck: Sie füttern Ihren Hund oder Ihre Katze bereits mit einem bestimmten Fertigfutter und möchten wissen, ob das Futter alles enthält was Ihr Tier braucht? Sie möchten wissen, wie das Futter hinsichtlich der Qualitiät zu sehen ist? Ich überprüfe Ihr Futter im Hinblick auf die Bedarfszahlen Ihres Tiers, sehe mir die Inhaltsstoffe genau an und übermittle Ihnen mein ausführliches Fazit dazu. Zudem schlage ich Ihnen bei Bedarf Alternativen zu Ihrem Futter vor.
  3. Rationsüberprüfung: Sie füttern Ihren Hund oder Ihre Katze gleichzeitig mit zwei verschiedenen Fertigfuttern (z. B. Alleinfuttermittel und Ergänzungsfuttermittel)? Sie mischen Ihr Fertigfutter mit anderen Nahrungsmitteln? Sie kochen für Ihr Tier selbst oder füttern es roh (BARF)? Ich überprüfe Ihre Ration und teile Ihnen mit, ob das Futter alle notwendigen Stoffe in den richtigen Mengen enthält und mache bei Bedarf Verbesserungsvorschläge.
  4. Rationsgestaltung: Sie möchten oder müssen für Ihr Tier selber kochen, vielleicht Fertigfutter zumischen oder es Barfen? Ich stelle Ihnen eine individuelle Ration zusammen, die genau an die Bedürfnisse Ihres Tieres angepasst ist und geben Ihnen einen individuellen Ernährungsplan an die Hand.